Endlich darf die Katze aus dem Sack – und ich freu mich wie eine Schneekönigin! Am 31. Oktober erscheint meine Kurzgeschichte „Die Glocken von Immerath“ in der Geister-Anthologie des Nótt-Verlags. Weitere Updates zur Veröffentlichung und das Cover Reveal folgen in den kommenden Monaten.
Und worum gehts? So viel sei verraten: Es handelt sich um eine moderne Geistergeschichte, angesiedelt an einem der politisch aufgeladensten Orte Deutschlands.
Aber wisst ihr, was mich wundert? Obwohl ich es als ehemalige Journalistin gewöhnt bin, dass sehr viele Leute meine Texte lesen – diese Veröffentlichung berührt mich nochmal auf eine sehr besondere Art.
„Die Glocken von Immerath“: Mehr als eine Veröffentlichung
1. Es ist meine erste literarische Veröffentlichung. Wirklich. Während ich im Journalismus voll rausgehauen habe, habe ich mit meinen literarischen Texten immer extrem hinterm Berg gehalten. Bis auf ein paar wenige Schreibforen, in denen ich als Teenie Ausschnitte von frühen Versionen meines Debüts geteilt (und wieder gelöscht) habe, haben meine Geschichten noch nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt.

2. Ich. Liebe. Geistergeschichten. Eine meiner frühesten Leseerinnerungen ist ein Sammelband mit Gespenstergeschichten von Edgar Allan Poe, Charles Dickens et al. Ebenfalls prägend: „Das Geisterschiff“ vom Hörverlag. Seltsamerweise haben sich besonders Geschichten wie „Die Party“ von Frances Garfield, „Der Untergang der Carnatic“ von A. J. Mordtmann und „Das Riemeisterfenn“ von Hartmut Lange in mein Gedächtnis gefressen.
In all diesen Geschichten spielt der Schauplatz die eigentliche Hauptrolle. Und in all diesen Geschichten liegt der größte Schrecken im plötzlichen, unwiederbringlichen Verschwinden. Ein Handlungselement, das sich auch in „Die Glocken von Immerath“ wiederfindet.
Eine Geschichte vom Ende der Welt

3. Das Thema des Textes ist mir unendlich wichtig. Wie ihr vielleicht wisst, war ich zwischen 2018 und 2023 als Klimaaktivistin im Rheinischen Braunkohlerevier aktiv. Bereits Anfang 2021 keimte in mir die erste Idee für eine Geschichte, die das Gefühl dieses Ortes einfängt. Ich wusste von Anfang an, dass es auf eine Geistergeschichte hinauslaufen wird. Trotzdem hat es fünf Jahre und sehr viel Trauerarbeit gebraucht, bis ich mich überwinden konnte, „Die Glocken von Immerath“ zu schreiben. Dazu in einem späteren Beitrag mehr.
4. Last but not least: Bei der Geister-Anthologie von Nótt handelt es sich um eine Spendenanthologie. Alle Einnahmen gehen an das „Netzwerk Igel e.V.“ in der Verlagsheimat Wuppertal. Ganz ehrlich? Was könnte schöner sein. Ein Text, der mir wahnsinnig viel bedeutet und der mit seiner Veröffentlichung auch noch etwas Gutes tut.
Liebt ihr Geistergeschichten auch so wie ich? Welche haben euch am meisten beeindruckt?

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